Schäferlauf Markgröningen

Das Traditionsfest in Markgröningen

Die Geschichte des Schäferlaufes

Der Schäferlauf ist ein württembergisches Volksfest mit langer Tradition, das sich als Jahrmarkt ursprünglich auf die Weihe der Bartholomäuskirche im ehemaligen Grüningen (heute Markgröningen) bezog und später als Zunftfest die Schäferei in den Mittelpunkt stellte.

Seinen Ursprung hat der Schäferlauf bereits im frühen Mittelalter als Kirchweihfest der laut Überlieferung von Königin Hildegard († 783) gestifteten Bartholomäuskirche und eines damit verbundenen großen Jahrmarktes am 24. August, dem Bartholomäustag. Weil dieser Apostel auch der Schutzpatron der Schäfer war und da der Schaftrieb über die Felder erst zu dieser Jahreszeit nach dem „Einholen der "Frucht“ (Getreideernte) möglich wurde, bot es sich an, das jährliche Zunfttreffen der saisonal mit ihren Herden wandernden Schäfer mit dem einst überregional bedeutsamen „Barthelmarkt“ in Grüningen zusammenzulegen. Diese Fusion könnte im 14. Jahrhundert erfolgt sein, als in der Grafschaft Württemberg die professionelle Schafzucht etabliert wurde. Diese ist für Markgröningen seit 1396 belegt.

Ein erster schriftlicher Hinweis auf das Fest stammt aus dem Jahr 1445: Ein Bruder des Grüninger Heilig-Geist-Spitals vermerkte in seiner Ausgabenliste, was er auf dem Bartholomäusmarkt gekauft hatte. Zu diesem Jahr- und Viehmarkt sollen während der damaligen Blütezeit der Residenz- und Amtsstadt laut Hans Grüninger (1527) ebenso viele Besucher gekommen sein wie auf die Frankfurter Messe.

Die erste explizite Nennung als „Schäferlauf“ mit „Schäfertanz“ stammt allerdings erst aus dem Jahr 1593 von dem Chronisten Jakob Frischlin, der 1599 erneut den „alten Brauch“, das ihm heidnisch und wollüstig erscheinende Festtreiben und den Wettlauf übers Stoppelfeld in lyrischer Form schilderte: „[…] darnach wann dieser Dantz vergangen, die Schäffer zu lauffen anfangen, ziehen sich bis auffs Hemmet aus, es würdt offt ein groß Lachen draus […], durch Stupflen Feld mit blosem Fueß, ein ieder Schäffer lauffen mueß.“

Quelle: wikipedia

Die Legende vom treuen Bartel

Die alljährlich im Festspiel zelebrierte Legende führt die Entstehung des Schäferlaufs auf einen Schäfer namens „Barthel“ zurück. Dieser habe sich dem untreuen Vogt und dessen Spießgesellen widersetzt, wurde daraufhin von ihnen verleumdet und vom getarnten Grafen von Grüningen zur Probe in Versuchung geführt. Weil er sich dem Grafen gegenüber jedoch höchst loyal erwiesen habe, bestimmte dieser, dass dem „treuen Barthel“ zu Ehren von nun an alljährlich an seinem Namenstag „ein großes Fest der Schäfer“ gefeiert werden solle. Einer weiteren Legende zufolge soll der „treue Barthel“ den auf dem Hohenasperg belagerten Grafen von Württemberg über einen Geheimgang in Richtung Grüningen zur Flucht verholfen haben.

Quelle: wikipedia